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Der Turbulence Onset (TO)
entspricht der prozentualen Änderung der Herzfrequenz
unmittelbar nach der VES im Vergleich zur Herzfrequenz unmittelbar
vor der VES. Er wird nach der Formel berechnet
TO = ((RR1 + RR2) - (RR-2 + RR-1)) / (RR-2 + RR-1) * 100
wobei RR-2 und RR-1 die beiden ersten Normalintervallen vor der
Extrasystole und RR1 und RR2 den ersten beiden Normalintervallen
nach der Extrasystole sind. TO wird zunächst für jede
einzelne VES ermittelt, anschließend wird der Mittelwert
aller Einzelmessungen gebildet. Positive Werte von Turbulence
Onset bedeuten eine Verlangsamung, negative Werte bedeuten eine
Beschleunigung des Sinusrhythmus.
Der Turbulence Slope (TS)
entspricht der Steigung der steilsten Regressionsgerade für
jede Sequenz von fünf aufeinanderfolgenden Normalintervallen
im lokalen Tachogramm. Der Turbulence Slope wird am gemittelten
Tachogramm berechnet und in ms pro RR-Intervall ausgedrückt.
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Der Algorithmus zur HRT-Quantifizierung liefert nur dann
brauchbare Ergebnisse, wenn es sich bei dem Triggerereignis
tatsächlich um eine VES (und nicht um Artefakte, T-Wellen
o.ä.) handelt. Außerdem muß gewährleistet
sein, daß der Sinusrhythmus unmittelbar vor und nach der
Extrasystole frei von Arrhythmien, Artefakten und
Fehlklassifikationen ist. Um diese Voraussetzungen zu
erfüllen, verwenden wir Filter, die RR-Intervalle mit den
folgenden Eigenschaften von der HRT-Berechnung ausschließen:
- < 300 ms
- > 2000 ms
- > 200 ms Unterschied zum vorangehenden Sinusintervall
- > 20% Unterschied zum Referenzintervall (Mittelwert der 5 letzten Sinusintervalle)
Außerdem beschränken wir die HRT-Berechnungen auf VES mit
- einer Vorzeitigkeit von mindestens 20% und
- einer postextrasystolischen Pause, die um mindestens 20% länger als das Normalintervall ist.
Für die Berechnung des gemittelten HRT-Tachogrammes wird
gefordert, daß mindestens 15 Normalintervalle nach der
Extrasystole vorhanden sind.
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